Mit ihren leuchtend blauen Augen, dem weichen Fell und ihrem entspannten Wesen gehört die Ragdoll zu den beliebtesten Katzenrassen. Der Name sagt es schon: 'Ragdoll' heißt Stoffpuppe, weil sich viele Ragdolls ganz schlaff hängen lassen, wenn man sie hochhebt. In diesem Artikel erfährst du alles über Charakter, Pflege, Größe und Gesundheit dieser Rasse.

Woher kommt die Ragdoll?

Die Ragdoll entstand in den 1960er-Jahren in Kalifornien bei der Züchterin Ann Baker. Sie züchtete mit einer weißen Langhaarkatze mit besonders ruhigem Charakter. Später entwickelten andere Züchter die Rasse weiter, und heute ist die Ragdoll von allen großen Katzenverbänden anerkannt.

Charakter: der Hund unter den Katzen

Ragdolls gelten als ruhig, freundlich und stark menschenbezogen. Viele Halter nennen sie 'hundeähnlich':

  • Sie folgen dir oft von Raum zu Raum.
  • Sie kommen an die Tür, wenn du nach Hause kommst.
  • Manche Ragdolls lernen sogar zu apportieren.
  • Sie sind meist geduldig mit Kindern und verstehen sich gut mit anderen Katzen und Hunden.

Eine Ragdoll ist keine Kletterkünstlerin, die den ganzen Tag oben auf dem Schrank sitzt. Sie spielt gern, sucht aber vor allem Gesellschaft auf dem Sofa. Weil sie so menschenbezogen sind, mögen Ragdolls es oft nicht, lange allein zu sein. Arbeitest du viel außer Haus, ist eine zweite Katze eine gute Idee.

Wegen ihrer Vertrauensseligkeit eignen sich Ragdolls weniger als Freigänger. Meist werden sie in der Wohnung gehalten, eventuell mit gesichertem Garten, Balkon oder Freigehege.

Wie groß wird eine Ragdoll?

Die Ragdoll gehört zu den größten Katzenrassen, ist aber nicht ganz so groß wie eine Maine Coon.

Kater Katze
Gewicht ausgewachsen etwa 6 bis 9 kg etwa 4 bis 6,5 kg
Ausgewachsen mit etwa 3 bis 4 Jahren mit etwa 3 bis 4 Jahren

Ragdolls wachsen langsam. Eine einjährige Ragdoll hat also noch nicht ihre volle Größe. Neugierig auf eine noch größere Katze? Lies unseren Artikel über die Größe der Maine Coon.

Farben und Muster

Alle Ragdolls haben blaue Augen und eine sogenannte 'Point'-Zeichnung: Der Körper ist hell, Ohren, Gesicht, Beine und Schwanz sind dunkler. Kitten kommen fast weiß zur Welt; die Farbe entwickelt sich in den ersten Jahren.

Die bekanntesten Farben sind Seal (Dunkelbraun), Blue (Graublau), Chocolate und Lilac. Dazu gibt es drei Muster:

  • Colourpoint: dunkle Abzeichen ohne Weiß.
  • Mitted: weiße 'Handschuhe' an den Vorderpfoten und weiße 'Stiefel' hinten, oft mit weißem Kinn.
  • Bicolour: ein weißes umgekehrtes V im Gesicht, weiße Beine und ein weißer Bauch.

Fellpflege und Unterwolle

Ragdolls haben halblanges, seidiges Fell mit wenig Unterwolle. Deshalb verfilzt es weniger schnell als bei einer Perserkatze. Ein- bis zweimal pro Woche bürsten reicht meist, mit einer Extrarunde während des Fellwechsels im Frühjahr und Herbst. Achte besonders auf die Stellen hinter den Ohren, unter den Achseln und an der 'Hose'.

Ansonsten gilt die normale Katzenpflege: Krallen kontrollieren, Zähne im Blick behalten und für genug Kratzbäume und Spielzeug sorgen.

Gesundheit und Lebenserwartung

Ragdolls sind im Allgemeinen gesunde Katzen. Der wichtigste Punkt ist HCM (hypertrophe Kardiomyopathie), eine Herzerkrankung. Für eine bekannte Form der HCM bei Ragdolls gibt es einen Gentest. Ein guter Züchter lässt die Elterntiere testen und ihr Herz per Ultraschall untersuchen.

Weil Ragdolls ruhige Wohnungskatzen sind, nehmen sie außerdem leicht zu. Achte also auf die Futtermenge und spiele täglich mit ihnen.

Eine Ragdoll wird im Durchschnitt 12 bis 15 Jahre alt, mit guter Pflege manchmal älter. In unserem Artikel Wie alt werden Katzen? liest du, was du selbst für ein langes Katzenleben tun kannst.

Passt eine Ragdoll zu dir?

Eine Ragdoll passt zu dir, wenn du eine anhängliche, ruhige Katze suchst, die gern in deiner Nähe ist, und du ihr ein sicheres Leben in der Wohnung bieten kannst. Suchst du eine unabhängige Katze, die ihre eigenen Wege geht, ist eine andere Rasse vielleicht die bessere Wahl.

Deine Ragdoll als Kunstwerk

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