Die Maine Coon ist der sanfte Riese unter den Hauskatzen. Mit ihrem buschigen Schwanz, den luchsartigen Ohrpinseln und ihrer imposanten Größe fällt sie überall auf. Aber wie groß wird eine Maine Coon wirklich? Und stimmt es, dass sie erst nach Jahren ausgewachsen ist? In diesem Artikel erfährst du alles über Gewicht, Länge und Wachstum dieser besonderen Rasse.
Gewicht und Länge einer ausgewachsenen Maine Coon
| Kater | Katze | |
|---|---|---|
| Gewicht | etwa 6 bis 9 kg, manchmal mehr | etwa 4 bis 6 kg |
| Schulterhöhe | etwa 25 bis 40 cm | etwa 25 bis 35 cm |
| Länge Nase bis Schwanzspitze | bis etwa 100 cm | etwa 80 bis 90 cm |
| Ausgewachsen | mit 3 bis 5 Jahren | mit 3 bis 4 Jahren |
Zum Vergleich: Eine normale Europäisch Kurzhaar wiegt meist 3,5 bis 5 Kilo und misst mit Schwanz etwa 70 bis 75 Zentimeter. Eine Maine Coon ist also schnell anderthalb- bis zweimal so schwer.
Der Rekord für die längste Hauskatze der Welt gehört seit Jahren Maine Coons. Die Rekordhalter maßen mehr als 1,20 Meter von der Nase bis zur Schwanzspitze. Das sind natürlich Ausnahmen.
Wie schnell wächst eine Maine Coon?
Maine Coons wachsen viel langsamer als die meisten Katzen. Während eine normale Hauskatze nach etwa einem Jahr ihre Endgröße erreicht, wächst eine Maine Coon noch jahrelang weiter, vor allem in die Breite und an Muskelmasse.
- 0 bis 6 Monate: schnelles Wachstum. Ein drei Monate altes Kitten wiegt oft schon 1,5 bis 2 Kilo.
- 6 bis 12 Monate: Die Katze wird länger und höher; Kater wiegen um ihren ersten Geburtstag oft schon 5 bis 6 Kilo.
- 1 bis 3 Jahre: Die Katze wird breiter und muskulöser, der Kopf wächst und das Fell wird voller.
- 3 bis 5 Jahre: Die Endgröße ist erreicht.
Mach dir also keine Sorgen, wenn deine junge Maine Coon nach einem Jahr noch etwas schlaksig aussieht: Das gehört zur Rasse.
'XXL'-Maine-Coons: Vorsicht
Immer wieder sieht man Anzeigen für 'XXL'- oder 'extra große' Maine Coons. Sei vorsichtig. Die Zucht auf extreme Größe kann auf Kosten der Gesundheit gehen, etwa durch Gelenkprobleme. Ein guter Züchter achtet in erster Linie auf Gesundheit und Wesen und erst danach auf die Größe.
Schwerer bedeutet auch nicht immer größer: Eine Maine Coon mit 10 Kilo oder mehr ist oft einfach zu dick. Spürst du die Rippen nicht mehr und ist keine Taille zu sehen, sprich mit deinem Tierarzt.
Charakter: ein sanfter Riese
Trotz ihrer Größe ist die Maine Coon eine freundliche, gesellige und verspielte Katze. Bekannt ist sie für ihre zwitschernden Laute, ihre Vorliebe für Wasser und ihre Neugier. Ursprünglich stammt sie aus dem US-Bundesstaat Maine, wo sie als robuste Hofkatze harte Winter überstand. Daher kommen ihr dichtes, wasserabweisendes Fell und die großen, behaarten Pfoten.
Was bedeutet diese Größe im Alltag?
Eine große Katze braucht große Ausstattung:
- Einen stabilen, hohen Kratzbaum mit breiten Liegeflächen, der nicht umkippt, wenn sieben Kilo Katze daraufspringen.
- Eine geräumige Katzentoilette, am besten eine extragroße oder eine offene Aufbewahrungsbox.
- Eine große Transportbox, die du schon kaufen kannst, wenn deine Katze noch klein ist.
- Wöchentliches Bürsten, vor allem an Bauch, 'Hose' und Halskrause, um Verfilzungen vorzubeugen.
Gesundheit und Lebenserwartung
Eine Maine Coon wird im Durchschnitt 12 bis 15 Jahre alt. Aufpassen sollte man bei dieser Rasse auf die Herzerkrankung HCM, Hüftdysplasie und die Muskelerkrankung SMA. Ein guter Züchter lässt die Elterntiere darauf untersuchen. Mehr zur Lebensdauer von Katzen liest du in unserem Artikel Wie alt werden Katzen?
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