Kein Sportwagen ist so unverwechselbar wie der Porsche 911. Seit den Sechzigerjahren folgt er demselben Grundrezept: ein Sechszylinder-Boxermotor im Heck und die typische abfallende Dachlinie. Trotzdem ist jede Generation anders. In diesem Artikel erfahren Sie, welche 911 Generationen es gibt, was sie besonders macht und wie Sie sie unterscheiden.

Alle Porsche 911 Generationen im Überblick

Generation Baujahre Kühlung So erkennen Sie ihn
Urmodell (901/911) 1964 – 1973 Luft Schmale Chromstoßstangen, zierliche Linien
G-Modell 1974 – 1989 Luft Große Stoßstangen mit Faltenbälgen
964 1989 – 1994 Luft Glatte, integrierte Kunststoffstoßstangen
993 1994 – 1998 Luft Flachere, geneigte Scheinwerfer, breitere Hüften
996 1997 – 2005 Wasser „Spiegelei“-Scheinwerfer mit integrierten Blinkern
997 2004 – 2012 Wasser Wieder runde, ovale Scheinwerfer
991 2011 – 2019 Wasser Längerer Radstand, schmale Rückleuchten
992 seit 2019 Wasser Durchgehendes Leuchtband am Heck

Die Baujahre überschneiden sich teilweise, weil das neue Coupé bereits erschien, während Cabrio oder Turbo der Vorgängergeneration noch weiterliefen.

Der Urelfer (1964 – 1973)

Porsche stellte den Nachfolger des 356 auf der IAA 1963 in Frankfurt als 901 vor. Peugeot beanspruchte jedoch dreistellige Typenbezeichnungen mit einer Null in der Mitte, also wurde daraus der 911. Die erste Version hatte einen 2,0-Liter-Sechszylinder mit 130 PS. Später folgten der Targa mit Überrollbügel und der leichte Carrera RS 2.7 mit seinem berühmten „Entenbürzel“, heute einer der begehrtesten Elfer überhaupt.

Das G-Modell (1974 – 1989)

Neue amerikanische Sicherheitsvorschriften brachten dem 911 im Jahr 1974 große Stoßstangen mit Faltenbälgen. Das G-Modell wurde fünfzehn Jahre lang gebaut und umfasste legendäre Versionen wie den 930 Turbo (ab 1975), den 911 SC und den Carrera 3.2. Ab 1983 gab es auch ein Cabriolet.

Der 964 (1989 – 1994)

Der 964 sah vertraut aus, war aber größtenteils neu. Er bekam Servolenkung, ABS, einen automatisch ausfahrenden Heckspoiler und als erster Elfer Allradantrieb: den Carrera 4. Auch die Tiptronic-Automatik feierte Premiere.

Der 993 (1994 – 1998): der letzte luftgekühlte Elfer

Für viele Fans ist der 993 der schönste 911. Er ist der letzte luftgekühlte Elfer, mit fließenden Linien, flacher stehenden Scheinwerfern und einer neuen Mehrlenker-Hinterachse. Der 993 Turbo erhielt zwei Turbolader und Allradantrieb. Gute Exemplare sind heute sehr gefragt.

Der 996 (1997 – 2005): der erste wassergekühlte Elfer

Der 996 war ein großer Bruch mit der Vergangenheit: ein wassergekühlter Motor und eine komplett neue Karosserie. Seine Scheinwerfer, die er mit dem Boxster teilte, bekamen den Spitznamen „Spiegeleier“. Lange galt der 996 als ungeliebtester Elfer, genau deshalb ist er heute ein günstiger Einstieg. Auch der erste GT3 ist ein 996.

Der 997 (2004 – 2012)

Mit dem 997 kehrten die klassischen runden Scheinwerfer zurück. Ab dem Facelift 2008 (dem 997.2) bekam er Direkteinspritzung und das schnelle Doppelkupplungsgetriebe PDK. Viele Kenner sehen im 997 die ideale Balance zwischen klassischem Gefühl und moderner Technik.

Der 991 (2011 – 2019)

Der 991 wurde größer und komfortabler, mit längerem Radstand und elektromechanischer Lenkung. Mit dem Facelift 2015 (dem 991.2) bekamen die normalen Carrera-Modelle erstmals Turbomotoren. 2017 lief der millionste 911 vom Band.

Der 992 (seit 2019)

Der aktuelle 992 ist breiter, digitaler und am Leuchtband über das gesamte Heck zu erkennen. Mit dem Facelift 2024 kam der GTS mit Hybridantrieb, eine Premiere für den 911.

So erkennen Sie eine 911 Generation auf einen Blick

  1. Achten Sie auf die Stoßstangen. Schmale Chromstoßstangen: Urmodell. Stoßstangen mit Faltenbälgen: G-Modell. Glatte, integrierte Stoßstangen ohne Bälge: 964 oder jünger.
  2. Achten Sie auf die Scheinwerfer. Aufrecht und rund: bis zum 964. Flach und geneigt: 993. Tropfenförmiges „Spiegelei“: 996. Wieder oval: 997 und jünger.
  3. Achten Sie auf das Heck. Ein durchgehendes Leuchtband bedeutet 992.
  4. Hören Sie auf den Motor. Ein luftgekühlter Elfer (bis 1998) klingt trockener und rauer und hat ein großes Kühlgebläse im Motorraum.

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Get Your Print Together steht in keiner Verbindung zur Porsche AG. Porsche und 911 sind Marken ihrer jeweiligen Inhaber.